Ausstellung Im Land der Palme

So 7. September
Waffenkünste am halleschen Hof


10 – 10.30 Uhr: Kurzführung
Festungsbaukunst an der Moritzburg,
Manfred Linck, Bad Dürrenberg


10.30 – 11.30 Uhr: „Fechten nach hallescher Manier“
Kampfkünste am Halleschen Hof des 17. Jahrhunderts 
mit der Gruppe INDES – Historische Fechtkünste Halle


11.30 Uhr – ca. 12.30 Uhr: Vortrag
Die vergessene hallesche Waffensammlung der Herzöge von Sachsen
Anne Gieritz, Dresden


 

Familiennachmittag
(14 – 18 Uhr)


14 Uhr
„Wir schwingen die Klingen“
INDES zeigt Kindern historische Fechtkünste
15–18 Uhr | „Wir bauen Schwert und Schild“
Kunstvermittlung Moritzburg  

15 – 16 Uhr
„Fechten nach hallescher Manier“
Kampfkünste am halleschen Hof des 17. Jahrhunderts. 
mit der Gruppe INDES – Historische Fechtkünste, Halle

16 – 16.30 Uhr
Kurzführung
Die vergessene hallesche Waffensammlung der Herzöge von Sachsen
Anne Gieritz, Dresden

16.30 – ca. 17.30 Uhr
Führung
Festungsbaukunst an der Moritzburg
Manfred Linck, Bad Dürrenberg

Eintritt: 3 Euro/erm. 2 Euro, Kombiticket mit Ausstellung 12 Euro/erm. 9 Euro

Musik
       Konzerte
                 Theater

 

Sa 16. August  Lange Nacht der Kirchen

Im Dom:
20.15, 21.15 Uhr Orgelmusik,
Prof. Konrad Brandt

In der Magdalenenkapelle:
20 Uhr: Orgelmusik, Ernst A. Trusch
20.30 Uhr: Geschichten um St. Maria Magdalena
21 Uhr: Orgelmusik, Ekaterina Leontjewa
21.30 Uhr: Ausgewähltes aus der Schatzkiste der Lutherischen Reformation: was Menschen angeht und tröstet – auf dem Weg zum Jahr 2017, Kurzvortrag Pfarrer Fischer


So 5. Oktober 11 Uhr

1. Galeriekonzert
Hallesche Barockmusik
Ensemble Halle-Barock
Eintritt: 18 Euro/erm. 14 Euro (Konzertticket inkl. Museumsbesuch)
VVK: eventim, VVK-Stellen der TOOG mbH und Museumskasse Kunstmuseum Moritzburg


Sa 18. Oktober 17 Uhr

Konzert in Zusammenarbeit mit dem Heinrich Schütz Musikfest 2014 in der Magdalenenkapelle der Moritzburg
Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke – Diligam te Domine fortitudo mea
Geistliche Konzerte & Instrumentalwerke von Samuel Scheidt, David Pohle,
Johann Philipp Krieger u. a.
Bernhard Prokein und Ensemble, Halle (Saale)
Eintritt: 16 Euro/erm. 11 Euro/Junior 5 Euro


Sa 25. Oktober 18 Uhr

„Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall“
August von Sachsen und die Stadt Halle. Literatur, Sprache und Musik im 17. Jahrhundert. Eine "Szenische Lesung mit Musik"
Sprechbuehne MLU Halle-Wittenberg und Mitglieder der Staatskapelle Halle
Einführung: Dr. Andrea Thiele
Eintritt: an der Museumskasse 10 Euro/erm. 7 Euro

So 2. November 18 Uhr

Finissage – Der „August“ geht zu Ende
„Komm, Trost der Nacht, o Nachtigall“
August von Sachsen und die Stadt Halle. Literatur, Sprache und Musik im 17. Jahrhundert. Eine "Szenische Lesung mit Musik"
Sprechbuehne MLU Halle-Wittenberg und Mitglieder der Staatskapelle Halle
Einführung: Dr. Andrea Thiele
Eintritt: an der Museumskasse 10 Euro/erm. 7 Euro

Vom Land der Palme aus gesehen.
Historische Perspektiven – aktuelle Fragen

Die Regierungszeit Augusts von Sachsen war geprägt von den historischen Zerwürfnissen des Dreißigjährigen Krieges. August trieb von seiner Residenz in Halle aus den Wiederaufbau des Landes voran und vereinte dabei als Fürst und Erzbischof in seiner Person Staat und Kirche. Zudem war er der letzte Vorsitzende der bedeutendsten deutschen Sprachgesellschaft, der „Fruchtbringenden Gesellschaft“, und er etablierte in Halle eine lebendige Hofkultur, die zu einer Blüte der deutschsprachigen Oper und des Theaters führte.

Der Wiederaufbau einer friedlichen Gesellschaft, das Miteinander verschiedener Konfessionen und Lebensentwürfe und die Notwendigkeit der verantwortungsvollen Pflege von Sprache, Kunst und Kultur sind nicht allein historische Themen, sondern brennende Fragen der Gegenwart.
Begleitend zur Ausstellung „Im Land der Palme“ wird in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt und der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt eine Diskussionsreihe angeboten, die diese Themen für unsere Gegenwart betrachtet.

 

Termine


Do 11. September 18.30 Uhr
Staat und Kirche. Vom Land der Palme aus gesehen. 

Historische Perspektiven – aktuelle Fragen
18.30 Uhr: Kurzführung zum Thema, Ulf Dräger, Kurator, Kunstmuseum Moritzburg
19.15 Uhr: Podium mit Prof. Axel Noack, Bischof i. R. und Mitglied der Theologischen Fakultät der MLU Halle-Wittenberg, und Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser, Beauftragter der Evangelischen Kirchen beim Land Sachsen-Anhalt, Magdeburg
Moderation: Heike Witzel, Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt


Do 18. September 18.30 Uhr
Kultur und Wohlstand. Vom Land der Palme aus gesehen.
Historische Perspektiven – aktuelle Fragen
18.30 Uhr: Kurzführung zum Thema, Ulf Dräger, Kurator, Kunstmuseum Moritzburg
19.15 Uhr: Podium mit Prof. Dr. Karin von Welck, Senatorin für Kultur a. D. und Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentags, und Thomas Bauer-Friedrich, Direktor Kunstmuseum Moritzburg
Moderation: Dr. Ingolf Huhn, Regisseur und Theaterleiter, Annaberg-Buchholz


Do 25. September 18.30 Uhr
Krieg und Frieden  Vom Land der Palme aus gesehen.
Historische Perspektiven – aktuelle Fragen
18.30 Uhr: Kurzführung zum Thema, Ulf Dräger, Kurator, Kunstmuseum Moritzburg
19.15 Uhr: Podium mit Andreas Zumach, Journalist und Publizist, Genf/Berlin, und Dr. Eberhard Bürger, Beirat für Friedensarbeit der EKM und Internationaler Versöhnungsbund, Magdeburg
Moderation: Johann-Hinrich Witzel, Evangelischer Studierenden- und Hochschulpfarrer, Halle


Do 16. Oktober 18.30 Uhr 
Sprache und Gesellschaft. Vom Land der Palme aus gesehen. 
Historische Perspektiven – aktuelle Fragen
18.30 Uhr: Kurzführung zum Thema, Ulf Dräger, Kurator,
Kunstmuseum Moritzburg
19.15 Uhr: Podium mit Prof. Dr. Hans-Joachim Kertscher,
MLU Halle-Wittenberg, und Julia Schinköthe, Neue Fruchtbringende Gesellschaft, Köthen
Moderation: Wolfgang Heger, Kunstmuseum Moritzburg



Eintritt jeweils: 3 Euro/erm. 2 Euro, Kombiticket mit der Ausstellung 12 Euro/9 Euro

Eintritt jeweils: Ausstellungsticket plus 1 Euro

Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet
Donnerstag bis 20 Uhr

Der Dom zu Halle ist täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet

Eintritt
"Im Land der Palme": 10 Euro/erm. 8 Euro
Dauerausstellung: 6 Euro/erm. 4 Euro
Kombiticket: 12 Euro/erm. 9 Euro

Neben der Ausstellung im Kunstmuseum Stiftung Moritzburg widmen sich zwei Korrespondenzausstellungen im Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut) und im Museum Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels aus verschiedenen Blickwinkeln dem Leben und Wirken Herzog Augusts von Sachsen:

1. Mai – 2. November 2014 Das Jagdschloss Neuenburg. »Was ich zu Freyburg gepürscht« – der Herzog auf der Jagd Sonderausstellungen in der Kernburg und im Bergfried „Dicker Wilhelm“ Museum Schloss Neuenburg Schloss 1, 06632 Freyburg (Unstrut) www.schloss-neuenburg.de

17. August 2014 – 26. April 2015 Im Land der Palme – 400 Jahre Herzog August Museum Schloss Neu-Augustusburg Zeitzer Str. 4, 06667 Weißenfels www.museum-weissenfels.de



Weitere Veranstaltungen und deren Standorte sind:

Sa 16. August | 15 Uhr
Ausstellungseröffnung
Im Land der Palme – 400 Jahre Herzog August
17. August 2014 bis 26. April 2015
Museum Schloss Neu-Augustusburg, Weißenfels


Sa 30. August | 27. September | 25. Oktober
11 – 15 Uhr stündlich

Schloss- und Gruftbesichtigung
Schloss Neu-Augustusburg, Weißenfels


Do 4. September | 19 Uhr
350 Jahre Gründung „Gymnasium illustre Augusteum“, Teil I
Vortrag mit Dr. Otto Klein, Weißenfels
Kloster St. Claren, Weißenfels 
(Am Kloster 2, 06667 Weißenfels)


Do 11. September | 19 Uhr
350 Jahre Gründung „Gymnasium illustre Augusteum“, Teil II
Vortrag mit Dr. Otto Klein, Weißenfels
Kloster St. Claren, Weißenfels


Do 18. September | 19 Uhr
Alethophile von Weißenfels oder Wahrheitsfreunde von Weißenfels
Vortrag mit Dr. Otto Klein, Weißenfels
Kloster St. Claren, Weißenfels


Do 25. September | 19 Uhr
Im Land der Palme. August von Sachsen (1614–1680). Erzbischof von Magdeburg und Fürst von Halle
Vortrag mit Joachim Säckl, Halle
Kloster St. Claren, Weißenfels


10. – 19. Oktober
Heinrich-Schütz-Musikfest in Weißenfels
veranstaltet vom Schütz-Haus Weißenfels
Thema: Beziehungen nach Dänemark, mit besonderer Würdigung Herzog Augusts


So 2. November
Finissage
Das Jagdschloss Neuenburg und „Was ich zu Freyburg gepürscht“ – der Herzog auf der Jagd
Schloss Neuenburg Freyburg


Fr 7. November
Festakt zum 350. Jahrestag der Gründung des Gymnasiums Illustre durch Herzog August
Aula des Goethegymnasiums, Weißenfels
Bürgerverein Kloster St. Claren, Weißenfels

Zur Einführung

Wie gelangt ein Erzbischof als barocker Fürst zu Herrschaft und Macht? Unter welchen Umständen räumen selbst hartnäckige Widersacher am Ende das Feld? Wie gibt er seinem Land nach gewaltigen Kriegsverheerungen eine neue Ordnung, richtet Wirtschaft und Gesellschaft wieder auf? Wie repräsentiert ein solcher geistlicher und weltlicher Würdenträger Rang und Stellung angemessen, auch bei beschränkten Mitteln? Wie arrangiert er sich in diffizilen Erbschaftssachen einvernehmlich mit seinen fürstlichen Brüdern? Warum wird er in den Augen der Zeitgenossen durch die Förderung von Kunst und Kultur gleichsam unsterblich?
Diesen und weiteren spannenden Fragen geht die große Sonderausstellung Im Land der Palme. August von Sachsen (1614-1680) Erzbischof von Magdeburg und Fürst in Halle an authentischem Ort nach. Anlass ist der 400. Geburtstag des evangelischen Erzbischofs und Reichsfürsten, der in seiner Biografie Krieg und Frieden, Glaubensstreit und Machtstreben, Reformation und frühbarocke Repräsentation verbindet. Die Ausstellung führt die Besucher in das Mitteldeutschland des 17. Jahrhunderts und in eine Zeit dramatischer Umbrüche. Sie umfasst jahrzehntelangen Krieg und blutige Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken wie zugleich beispielhafte Bemühungen um Frieden, Ausgleich und Reformen sowie eine neue Blüte von Kunst, Kultur und Wissenschaften.
Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die von August in Halle etablierte blühende barocke Hofkultur. Diese wird in ihren verschiedenen Facetten lebendig. Wertvolle Zeugnisse der Porträtkunst, Druckgrafik und Buchkunst, der Bildhauerei, der Schatz- wie Medaillenkunst, von Tischkultur und Jagdgerät sind für kurze Zeit zusammengetragen. Zahlreiche Exponate werden überhaupt erstmals öffentlich präsentiert. Die hochstehende Musikkultur, die Pflege der Oper sowie der deutschen Sprache am halleschen Hof werden auch in Begleitveranstaltungen erlebbar. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung die dynastischen Zusammenhänge und den politischen Rahmen von Augusts Herrschaft auf. So tritt Halle insgesamt wieder als Teil eines Netzwerks führender Residenzen im Mitteldeutschland des 17. Jahrhunderts hervor, von dem aus enge Beziehungen nach Dresden wie auch nach Weimar und Gotha bestanden.